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Anleger
erliegen häufig der Verlockung eines Garantiefonds, wenn
die Märkte bereits stark gefallen sind. Ist Ihnen das
zuletzt 2007/2008 auch so gegangen? Zu groß sind die
Schmerzen über den gerade erst erlittenen Verlust, den
man zukünftig doch gerne vermeiden möchte. Und so
diktiert das Bauchgefühl, gerade dann in Garantieprodukte
zu investieren, wenn es eigentlich am unsinnigsten ist,
weil die Garantie aller Wahrscheinlichkeit nach überhaupt
nicht gebraucht wird und stattdessen nur zu Lasten der
Wertentwicklung geht.
Wie
aber sieht es aktuell aus, nachdem Aktienbörsen und
Rohstoffpreise sich seit dem Tiefstpunkt im März 2009
wieder kräftig erholt haben? Macht es nun nicht
vielleicht Sinn, über Garantiefonds nachzudenken? Braucht
man so etwas vielleicht, um wirtschaftlich auf
Katastrophen (Japan!) vorbereitet zu sein, mit denen
niemand rechnet?
Mit
Argumenten "mit Sicherheit profitieren" wird für
Garantiefonds geworben. Selten können Anleger aber anhand
der Werbung erkennen, was der Preis für die Garantie des
eingesetzten Kapitals ist. Im Vordergrund der Werbung
stehen nämlich in der Regel die Chancen. Durch die
Garantie untermauert scheinen diese Chancen dem Laien
besonders gut realisierbar. Doch leider ist genau das
Gegenteil der Fall und immer wieder macht sich Ernüchterung
breit, wenn die Laufzeit von Garantiefonds abläuft und
die Anleger sich fragen, was eigentlich aus ihren Chancen
geworden ist.
Anleger
haben kaum eine Chance, die Mechanismen von Garantiefonds
und die damit verbundenen Nachteile zu verstehen. Auf der
Seite www.mixdepot.de finden Sie Beispiele und
Alternativen, damit Sie nicht für das Marketing von
Banken und Versicherungen die Rechnung bezahlen.
Alle
Vergangenheitsbetrachtungen Da sind einerseits die Fonds,
die damit werben, dass zum Ausgleich der Garantiekosten
nur eine bestimmte Partizipationsrate an der zugrunde
liegenden Marktentwicklung gewährt werden kann. Nur zu
gerne erklären sich Anleger mit einer Partizipation von
bspw. 80% zufrieden, wenn als Gegenwert dafür die
Garantie des eingesetzten Kapitals per Laufzeitende steht.
Oft bezieht sich diese Partizipationsrate jedoch nur auf
den Durchschnitt der Quartalswerte des Basiswertes. So
kann es passieren, dass letzterer sich über die
Gesamtlaufzeit prima entwickelt hat. Bedingt durch ein kräftiges
Zwischentief wird jedoch der Durchschnitt der
Quartalswerte während der Laufzeit so deutlich nach unten
gezogen, dass häufig nichts anderes bleibt als das
garantierte Kapital, welches über die Jahre der
Investition in den Fonds natürlich an Kaufkraft verloren
hat.
Eine
andere Variante sind die so genannten
"CCPI-Modelle" (constant proportion portfolio
insurance), bei denen sich die Investition in den oder die
Basiswerte danach bestimmt, wie hoch zum jederzeitigen
Zeitpunkt der Anteil an sicheren festverzinslichen Anlagen
sein muss, um die Garantie des eingesetzten Kapitals zum
Laufzeitende zu garantieren. Kommt es während der
Laufzeit eines solchen Garantiefonds zu einem starken
Kursverfall des Basiswertes, so können solche Fonds
gezwungen werden, komplett in geldmarktnahen Investments
zu verharren, weil ihr Risikobudget aufgebraucht ist.
Steigen die Kurse des Basiswertes anschließend wieder,
hat der Garantiefonds keine Chance, daran teilzuhaben.
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Die
Grafik zeigt
beispielhaft einen solchen Garantiefonds, der
aktuell nur um 0,17% über seinem Ausgabekurs
notiert. An eventuellen weiteren Wertsteigerungen
des DAX wird der Anleger wohl kaum noch beteiligt
sein.
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In
der Kurzbeschreibung des Anlageziels dieses Fonds hieß
es: "Ziel der Anlagepolitik des Fonds ist es, an den
durchschnittlichen, stichtagsbezogenen vierteljährlich
ermittelten Kurssteigerungen des DAX-Preisindex zu
partizipieren. Das Fondsvermögen wird hierzu überwiegend
in europäische Staatsanleihen, Anleihen von Gebietskörperschaften
und Pfandbriefe, währungsgesicherte
Kauf-Indexoptionsscheine sowie fest- und variabel
verzinsliche Wertpapiere investiert."
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Dabei
hätte mancher vermögensverwaltende Fonds (auch
ohne eine Garantie des Kapitals zu versprechen)
deutlich bessere Ergebnisse erbracht. Der
beispielhafte Vergleich in der Grafik zeigt zwar
keinen von der Strategie her vergleichbaren Fonds.
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Es
zeigt sich jedoch, dass es durchaus möglich ist, mit dem
Risiko sorgfältig umzugehen und trotz der anschließenden
Dynamik in Krisenzeiten den Maximalverlust erfreulich zu
begrenzen. Bevor Anleger sich also für einen
Garantiefonds entscheiden, sollten sie erstens versuchen,
den Mechanismus des Fonds zu verstehen, um dann abzuwägen,
ob die gewünschten Ziele nicht mit einem hohen Maß an
Wahrscheinlichkeit mit einem (oder besser einem vernünftigen
Mix aus) vermögensverwaltenden Fonds erreicht oder gar
deutlich überboten werden könnten. Eine formale Garantie
gibt es dafür natürlich nicht und wer auf eine solche
großen Wert legt, der kommt an Garantiefonds nicht
vorbei. Er muss sich allerdings darüber im Klaren sein,
dass bei Garantiefonds der Anbieter auf jeden Fall, der
Anleger jedoch nur hin und wieder, auf der Gewinnerseite
ist.
Wir helfen
Ihnen gerne bei Ihren Entscheidungen.
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